• Radiologie Münsterland

Nierenszintigraphie

Die Nierenszintigraphie ist ein nuklearmedizinisches Untersuchungsverfahren, welches die Beurteilung der Nierenfunktion unter statischen und dynamischen Gesichtspunkten erlaubt. Bei der heute am häufigsten angewandten dynamischen Nierenszintigraphie wird die An- und Abflutung des Radionuklids durch Aufnahmen mit der Gammakamera und Aktivitätsbestimmung im Plasma ermittelt. So können sowohl die Nierenfunktion (und damit auch Nierenfunktionsstörungen) insgesamt als auch die Seitenverteilung bzw. regionale Verteilungen sehr genau dargestellt und eingeteilt werden.

Ferner ist die Feststellung bzw. die Differenzierung von Harnabflussstörung möglich.

Ebenso können mit der Verbindung eines ACE-Hemmers (blutdrucksenkendes Medikament) relevante Nierenarterienstenosen bzw. einseitig betonte Nierendurchblutungsstörungen aufgedeckt werden, was oft zusätzlich ein wichtiger Baustein zur Ursachenforschung eines Bluthochdrucks ist und mögliche therapeutische Konsequenzen optimieren kann.

Außer bei Patienten mit Nierenversagen wird eine Hydrierung (Trinken von Mineralwasser) 45 Minuten vor Untersuchungsbeginn nach vorheriger Blasenentleerung mit 10 ml/kg Körpergewicht vorgenommen. Eine andere spezielle Vorbereitung ist nicht notwendig.

Die Strahlenbelastung ist gering, für die meisten Untersuchungen deutlich geringer als bei einer intravenösen Urographie. Die renale Szintigraphie ist die bei Kindern am häufigsten angewandte nuklearmedizinische Untersuchung.

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