• Radiologie Münsterland

Computertomographie (CT)

Was ist Computertomographie (CT)?

Die CT ist ein bildgebendes Verfahren, welches Schichtaufnahmen des menschlichen Körpers mit Hilfe von Röntgenstrahlen erstellt. Hierbei rotiert ein Röntgenstrahler kontinuierlich um den Patiententisch. Ihm gegenüber steht ein Bildaufnahmesystem (Detektor), welches die vom Körper abgeschwächten Röntgenstrahlen auffängt und zu einem Querschnittbild berechnet. Mit dieser Aufnahmetechnik ist es möglich, innerhalb von wenigen Sekunden große Teile des Körpers zu untersuchen.

 

Wie sieht ein Computertomograph aus?

Die gesamte Technik des Tomographen befindet sich in einem ringförmigen, etwa 1m breiten Gehäuse (Gantry). Aufgrund der relativ großen Öffnung für die Patientenliege ist die Untersuchung auch für Menschen mit Platzangst (Klaustrophobie) geeignet.

Es handelt sich nicht um eine geschlossene Röhre oder einen Tunnel, während der meisten Untersuchungen befindet sich der Kopf frei hinter dem Gerät. Sie bleiben während der Untersuchung mit Hilfe einer Gegensprechanlage mit der Röntgenassistentin in Kontakt.

 

Kontrastmittel im CT

Für viele Untersuchungen ist es notwendig, ein Kontrastmittel über eine Armvene zu applizieren und/oder ein Kontrastmittel-Wasser-Gemisch zu trinken. Über den individuellen Untersuchungsablauf entscheidet der Radiologe.

Mit Hilfe des Kontrastmittels ist es möglich, Gefäße, krankhafte Gewebe und Funktionen von verschiedenen Organen bestmöglich darzustellen.

Zur Untersuchung des Magen-Darm-Traktes müssen Sie in der Regel 1-2 Stunden vor der Untersuchung das Wasser-Kontrastmittelgemisch langsam trinken.

Das über eine Ader gegebene Kontrastmittel wird in der Regel direkt während der Bildaufnahme genutzt. Hierbei kann es beim Patienten zu einem Wärmegefühl im Körper kommen, auch wird ein metallischer Geschmack im Mund oder kurzzeitiger Harndrang beobachtet. All dieses ist völlig normal und liegt an der chemischen Zusammensetzung des Kontrastmittels.

Falls Sie sich doch während des Eingebens schlecht fühlen sollten, geben Sie bitte sofort der Röntgenassistentin bescheid.

 

Wann dürfen Sie Kontrastmittel erhalten?

Das zum Trinken gereichte Kontrastmittel hat keine Nebenwirkungen und kann von jedem Patienten eingenommen werden. Lediglich eine leicht abführende Wirkung ist selten beobachtet worden.

Das über eine Ader injizierte Kontrastmittel ist jodhaltig und wird über die Niere ausgeschieden, daher bedarf es vor einer Gabe einer Abklärung, ob

 

  • Ihre Schilddrüse normal arbeitet oder ob eine Schilddrüsenerkrankung bekannt ist (aktuellen TSH-Wert, am besten auch fT4 bestimmen lassen), evtl. Medikation angeben
  • Ihre Nieren normal arbeiten oder ob eine Niereninsuffizienz bekannt ist (Serum-Kreatininwert bestimmen lassen)
  • wenn Sie Diabetiker sind: werden Sie mit metforminhaltigen Medikamenten behandelt? Diese müssen 2 Tage vor bis 2 Tage nach der Untersuchung abgesetzt werden.
  • Ist eine Allergie gegen Jod bekannt oder bereits bei einer Röntgenuntersuchung aufgetreten?
  • Sind Sie Asthmatiker?

 

Wenn Sie an einer Schilddrüsenüberfunktion, einer Kontrastmittelallergie oder einer schweren Nierenfunktionsstörung leiden, darf i.d.R. kein bzw. nur nach bestimmten Vorbereitungen ein Kontrastmittel gegeben werden. Das individuelle Vorgehen entscheidet der Radiologe.

 

Wie läuft eine Untersuchung ab?

Für die Untersuchung müssen Sie den zu untersuchenden Bereich frei machen; dünne Bekleidung wie Unterwäsche oder ein T-Shirt dürfen Sie anbehalten. Hierfür stehen Ihnen geräumige Umkleiden zur Verfügung. Meistens müssen Sie sich in Rückenlage, selten in Bauchlage, auf den Untersuchungstisch platzieren. Für die Untersuchung des Thorax oder Abdomens legen Sie bitte die Arme nach oben über den Kopf. Es ist wichtig, dass sie während der Untersuchung bequem und still liegen können, um Bildstörungen durch Bewegung zu vermeiden.

Während der Untersuchung bewegt sich die Patientenliege durch das Gerät hindurch, hierbei erhalten sich meistens ein Atemkommando zum Atemstillstand. Bitte befolgen Sie dieses, um ein besseres Bildresultat zu erzielen. Nach wenigen Minuten ist die Untersuchung beendet und die Röntgenassistentin lässt Sie wieder aufstehen und sich anziehen.

 

Wie muss ich mich vorbereiten?

Für die Untersuchung des Abdomens ist es notwendig, dass Sie am Abend vorher nichts Blähendes essen und am nächsten Morgen nüchtern in unserer Praxis erscheinen.

Für die anderen Untersuchungen essen Sie bitte 3 Stunden vorher nicht und rauchen Sie nicht unmittelbar vor der Untersuchung.

 

CT-basierte Hüftvermessung

Die dreidimensionale CT-basierte Hüftvermessung wird durch eine spezielle Software einer schweizer Endoprothesen-Manufaktur ermöglicht. Hierdurch wird eine bislang unerreichte Planungspräzision nicht nur in Bezug auf die Implantatgrößen, sondern auch in Bezug auf definierte Winkelgrade im Bereich der Hüfte ermöglicht. Bisher wird die Implantation einer Hüftendoprothese auf Basis einer gewöhnlichen zweidimensionalen Röntgenaufnahmen geplant.
Durch die CT-basierte Planung profitiert der Patient von einer wesentlich verbesserten Rekonstruktion der Anatomie, wodurch die Erwartungen an die Hüftprothese in punkto Beweglichkeit und Langlebigkeit realisiert werden können.

Knochendichtemessung

Knochendichtemessung im CT:

Um die Dichte bzw. den Mineralsalzgehalt des Knochens zu bestimmen, wird die Knochendichtemessung oder Osteo-CT basierend auf der Computertomographie bei uns durchgeführt.

Laut evidenzbasierter Konsensus-Leitlinie zur Osteoporose des Dachverbandes für Osteologie (DVO) weist die quantitative Knochendichtemessung der Lendenwirbelsäule im CT (QCT) gegenüber der herkömmlichen Röntgentechnik (DXA) einen deutlich besseren Risikogradienten auf. Das heißt, die Messwerte im CT spiegeln das Risiko, eine Fraktur zu erleiden genauer wieder. Mit der QCT lassen sich, anders als bei der DXA-Methode, die zur Stabilität wichtigen Knochenanteile überlagerungsfrei und damit genauer und reproduzierbarer messen. Eine Abnahme der Knochendichte kann somit früher und sicherer erkannt werden.

 

Wann wird die Untersuchung durchgeführt?

Die Untersuchung eignet sich

  • für Frauen nach der Menopause bei erhöhtem Osteoporose-Risiko
  • zur Verlaufskontrolle bei Osteoporose
  • bei deutlichen Knochenschmerzen
  • bei Östrogenmangel
  • bei Cortisontherapie
  • bei primärem Hyperparathyreoidismus
  • bei Verdacht auf Osteomalazie
  • oder ähnlichen Erkrankungen

 

Wer kann untersucht werden?

Grundsätzlich kann jeder Patient untersucht werden, egal ob Kassen- oder Privatpatient. Die gesetzlichen Kassen erstatten leider die Kosten einer Untersuchung nicht immer. Bitte fragen Sie vorher bei Ihrer Krankenkasse nach. Ansonsten hilft Ihnen auch unser Team gerne weiter.

 

Wie lange dauert die Untersuchung?

Die Untersuchung dauert insgesamt ca. 20 – 30 min. Die eigentliche Bildaufnahme dauert ca. 10 min, die Nachverarbeitung und Berechnung ca. 15-20 min.

 

Wie bekomme ich das Ergebnis?

Sie bekommen einen Ausdruck mit den Resultaten der Untersuchung mit nach Hause.

Wir bemühen uns, Ihnen persönlich den Befund mitzuteilen.

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