• Radiologie Münsterland
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Kernspintomographie (MRT)

Die Kernspintomographie ist ein eindrucksvolles Beispiel eines sehr sicheren und sich ständig weiterentwickelnden Diagnoseverfahrens in der Radiologie. Die Untersuchung wird auch als Magnetresonanztomographie (MRT) bezeichnet.

Bei der Untersuchung liegt der Patient in einer Röhre. Mithilfe von Magnet- und Radiowellen erhalten wir darin ein vielschichtiges Bild des Körpers. Die Untersuchung dauert zwischen 20 und 30 Minuten und ist ungefährlich. Sie kann auch bei Schwangeren und Kleinkindern eingesetzt werden, jedoch nur nach entsprechender Rücksprache und Aufklärung. Die Klopfgeräusche des Kernspintomographen mildern wir durch einen Kopfhörer, auf dem die Patienten Musik hören können.

Einziger Nachteil der MRT: Patienten mit Herzschrittmachern und Innenohrprothesen dürfen wir nicht untersuchen. Manche Patienten empfinden die Enge der Röhre als unangenehm. Patienten, die unter Platzangst leiden, sollten uns vorher darauf ansprechen.

Besonders gut können wir mithilfe der MRT Gehirn und Rückenmark, innere Organe (mit Ausnahme der Lunge), aber auch Muskeln und Gelenke erkennen. Mittlerweile können sogar Organbewegungen, etwa das schlagende Herz, bildlich dargestellt werden.

Unsere modernen Geräte, Philips Achieva 1,5 Tesla und Philips Achieva 3,0 Tesla TX, ermöglichen die präzise Darstellung von Blutgefäßen, virtuelle Bildanalyseverfahren, den Einsatz zur Früherkennung von Tumoren sowie Einblicke in den Körperstoffwechsel.

Prostata-MRT

Prostata-MRT im RZG

Die Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) der Prostata ist ein Verfahren, das zur Diagnostik und Detektion sowie zur Früherkennung eines Prostata-Carcinoms (PCA) eingesetzt wird.

Bei uns wird das MRT der Prostata an einem 3,0 Tesla TX Multitransmitt durchgeführt. Im Gegensatz zum 1,5 Tesla Hochfeldmagneten ermöglicht uns die 3,0 Tesla-Bildgebung mit Hilfe der Multitransmitt-Funktion eine deutlich dünnere und damit exaktere Bildgebung. Auch Bildstörungen (Artefakte) werden bei dieser Methode deutlich reduziert.

Die MRT ermöglicht eine Unterscheidung von unterschiedlichen Gewebetypen und kann dieses deutlich besser als die herkömmlichen Verfahren, wie zum Beispiel dem Ultraschall. Mit Hilfe von oberflächlichen Array-Spulen wird nicht-invasiv die Untersuchung durchgeführt. Nach Gabe eines Kontrastmittels über eine oberflächliche Vene kann eine weitere Differenzierung zwischen gutartigen, entzündlichen oder tumorösen Herden im Bereich der Prostata erfolgen.

Es empfiehlt sich, die MRT-Untersuchung der Prostata vor einer Biopsie durchführen zu lassen, da mit Hilfe der MRT eine genauere Biopsie möglich ist, um tumorverdächtige Herde exakter lokalisieren zu können. Nach einer Biopsie ist die MRT-Untersuchung der Prostata schlechter durchzuführen, da es durch die Biopsie zu einer Einblutung und zu Infektionen kommen kann. Dieses erschwert die Beurteilbarkeit von möglichen Tumoren.

Die Untersuchungszeit beträgt ca. 30 bis 40 Minuten. Ganz wichtig ist, dass der Patient sich nicht bewegt, ansonsten kommt es zu verwackelten Aufnahmen, welches die Auswertung der Untersuchung deutlich erschwert.

Die MRT-Untersuchung der Prostata wird vornehmlich im Rahmen der Kooperation mit dem Prostata-Zentrum Nord-West (PZNW) durchgeführt.

Untersuchungsspektrum

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