• Radiologie Münsterland

Häufige Fragen zur Mammografie

  • Muss ich die Kosten der Mammografie tragen?
    • Falls Ihr betreuender Hausarzt oder Ihr Gynäkologe einen undeutlichen Tastbefund feststellen sollte, bekommen Sie eine Überweisung zur Mammografie. Diese wird von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen, gleichgültig wie alt Sie sind. Mit einem Alter von 50 bis 69 Jahren haben Frauen die Möglichkeit, kostenlos eine Mammografie zu machen.

 

  • Gibt es Mammografie-Experten im Umkreis?
    • Es ist wichtig, dass sich die Patientin vor der Mammografie notwendige Informationen herbeischafft, z.B. durch ein Gespräch mit ihrem Hausarzt oder Gynäkologen, um entscheiden zu können, welcher Arzt bzw. Radiologe für die Untersuchung der Mammografie für sie am Besten ist.
    • Einige Fragen könnte bzw. sollte man dem Radiologen vor der Mammografie stellen:
    1. Gibt es eine bestimmte Anzahl an Mammografien, die im Zeitraum von einem Jahr bei Ihnen in der Praxis durchgeführt werden?
    2. Gibt es weitere Radiologen, die für die Mammografie zuständig sind?
    3. Ist der Arzt ein Spezialist in diesem Gebiet und bildet er sich regelmäßig weiter?
    4. Ist das Mammografiegerät hochwertig und erfüllt alle Funktionen?
    • Die kostenlose Mammografie (Mammografie-Screening) für alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren erfolgt in unterschiedlichen ausgezeichneten Praxen. Diese weisen sowohl technisch als auch personell hohe, qualitative Ansprüche auf.

 

  • Wie zuverlässig sind die Ergebnisse der Mammografie?
    • Die Richtigkeit der getroffenen Angaben hängt von den unterschiedlichen Eigenschaften der Brust, wie z.B. vom Aufbau, von der Gewebedichte oder der Beschaffenheit ab. Zusätzlich kommt es darauf an, ob der behandelnde Arzt in der Lage ist, Sachkenntnisse und Fähigkeiten bzw. Qualifikationen aufzuweisen. Denn es ist nicht selbstverständlich, dass alle bösartigen Tumore auf Anhieb entdeckt werden. Zehn bis 20 Prozent dieser Tumore bleiben unerkannt. Des Weiteren ist es so, dass bösartige Befunde oft falsch diagnostiziert werden.

 

  • Wie sicher ist ein gutartiger Befund?
    • Am zuverlässigsten ist die Zusammenstellung von ärztlicher Untersuchung, Mammografie und Sonografie, wenn jeder der drei Befunde keinerlei Auffälligkeiten aufweist. Dennoch kann man Krebs nie voll und ganz ausschließen.

 

  • Wie oft muss ich bei einer unauffälligen Mammografie zur Kontrolle?
    • Eine jährliche Untersuchung mit einer Sonografie ist empfehlenswert. Jede Frau sollte sich abgesehen vom Alter jeweils nach der Periode die Brust selbst untersuchen bzw. selbst abtasten. Jedes zweite Jahr sollte eine Mammografie angewendet werden, wenn man das Alter von 40 Jahren erreicht hat.

 

  • Was bedeutet BI-RADS?
    • Die Abkürzung steht für Breast-Imaging-Reporting-and-Data-System. Dieses System benennt subjektive Einordnungen mammografischer Diagnosen in sechs unterschiedliche Bereiche. Bei der Einordnung wird zunächst auf das Karzinomrisiko geachtet, dann kann die weiterfolgende Verfahrensweise ausgearbeitet werden. Das Schema differenziert zwischen Herdbefunden, Verkalkungen, Architekturstörungen und besonderen Ergebnissen wie z.B. Asymmetrie des Drüsengewebes oder Lymphknoten in der Brust.
    • Man kann die Kategorien des Breast-Imaging-Reporting-and-Data-System verkürzt definieren:
    1. Kategorie 0: unvollständige Diagnostik
    2. Kategorie 1: kein krankhafter Befund
    3. Kategorie 2: sicher kein bösartiger Befund
    4. Kategorie 3: wahrscheinlich gutartiger Befund, dennoch sind Kontrollen durchzuführen
    5. Kategorie 4: undeutlicher wahrscheinlich bösartiger Befund
    6. Kategorie 5: sehr wahrscheinlich maligner (maligne= bösartig) Befund

 

  • Wann sollte ich mich lieber für eine Mammografie, wann für eine Kernspintomografie entscheiden?
    • Falls man untersuchen möchte, ob sich Kalk, besonders Mikrokalk, der ein Erkennungszeichen für Tumore ist, in der Brust angelagert hat, ist die Mammografie das passende Untersuchungsmittel. Mit einer Mammografie ist es möglich, Tumore im Brustgewebe zu entdecken, falls das Drüsengewebe nicht verhärtet sein sollte (Mastopathie). Schwieriger wird es jedoch Tumore zu erkennen, wenn das Düsengewebe sehr dicht ist.
    • Anders als die Mammografie, die Hinweise auf Bösartigkeiten geben kann, indem sie darstellt, ob ein Knoten dichter ist als normales Gewebe, stellt die Kernspintomographie die Aufnahme von Kontrastmitteln eines Knotens dar. Somit kann man hilfreiche Informationen über die Eigenschaft des Knotens gewinnen, d.h. ob er gut- oder bösartig ist.
    • Keine der beiden Behandlungsweisen kann hundertprozentige Sicherheit garantieren, obwohl die Umrisse eines Knotens beurteilt werden können und somit zwischen Gut und Bösartigkeit differenziert werden kann. Dennoch liefern alle Methoden zusammen das größtmögliche Ausmaß an Sicherheit.

 

  • Zu welchem Zeitpunkt sollte man als Frau die Mammografie aufsuchen?
    • Eine Untersuchung der Brust ist dann empfehlenswert, wenn Ihnen selbst Veränderungen, wie z.B. Ausfluss aus der Brustwarze, Hautveränderung oder vergrößerte Lymphknoten aufgefallen sind, Verhärtungen oder Knoten ertastet haben oder aber, wenn die Gefahr auf Brustkrebs  z.B. durch Krebserkrankungen in der Familie bestehen sein sollte. Es ist von Vorteil, wenn Sie sich mit Ihrem Arzt in Verbindung setzen und sich beraten lassen, wie oft Sie zu einer Mammografie gehen sollten. Natürlich ist es möglich, die Mammografie zur Vorsorge-Untersuchung zu nutzen, da das Risiko an Brustkrebs zu erkranken mit ansteigendem Alter größer wird. Deshalb gibt es zurzeit ein bundesweites Angebot für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren, kostenlos jedes zweite Jahr ein Mammografie-Screening durchzuführen, um Brustkrebs frühzeitig erkennen und behandeln zu können.

 

  • Ist es notwendig die Brust bei einer Mammografie zu drücken?
    • Um eine bestmögliche Abbildung der Brust zu erlangen, ist es notwendig, auch wenn es zum Teil als unschön empfunden wird,  die Brust beim Röntgen ein wenig flach zu drücken. Die Patientin kann sicher sein, dass Ihre Brust bei der Untersuchung unverletzt bleibt. Allerdings ist es besser, die Brust dann zu untersuchen, wenn sie am unempfindlichsten ist, d.h. direkt nach der Periode.