• Radiologie Münsterland

Häufige Fragen zur Computertomographie (CT)

  • Warum nutzt man bei einem CT Kontrastmittel?
    • Durch Kontrastmittel kann man krankes Gewebe von gesundem unterscheiden. Das in die Blutbahn gespritzte Kontrastmittel lagert sich an Tumoren oder entzündeten Prozessen an, da dort die Durchblutung am stärksten ist. Man kann mit Hilfe des Kontrastmittels jedoch auch krankhafte Prozesse feststellen, wenn eine geringe Durchblutung im Vergleich zu stark durchbluteten inneren Organen zu erkennen ist. Insgesamt dienen Kontrastmittel dazu, gut- und bösartige Bereiche zu differenzieren. Hinzu wird des Öfteren ein Kontrastmittel verabreicht, das oral eingenommen wird. Dieses hilft bei Untersuchungen der Bauchhöhle, die Darmschlingen zu färben und so von anderen Formen abzuheben.

 

  • Ist es möglich, bei einigen CT Untersuchungen auf Kontrastmittel zu verzichten?
    • Um bestmögliche Aussagen über Gehirn, Halsweichteile und Brust- und Bauchraum treffen zu können, muss mit Kontrastmittel gearbeitet werden. Alle anderen Untersuchungen, z.B. die der Wirbelsäule, des Skelettsystems, der Gelenke, der Zähne, der Nasennebenhöhlen und der Knochendichtemessung, die alle mit der Computertomographie durchgeführt werden, sind auf Kontrastmittel nicht angewiesen.

 

  • Wohin gelangt das eingenommene Kontrastmittel?
    • Das Kontrastmittel, das in die Blutbahn gespritzt wird, stoßen die Nieren im Verlauf von fünf Minuten wieder aus. Nach ungefähr sechs Stunden können Sie sich sicher sein, dass alle Kontrastmittel ausgeschieden wurden. Es wäre nur dann ein Problem, wenn Sie keine vollständige Nierenfunktion haben. Der Keratininwert ist ein Anzeichen für dieses Problem und wird deshalb vor der Computertomographie erfragt.
    • Das oral eingenommene Kontrastmittel wird durch den Darm ausgeschieden. Auch gallengängige Kontrastmittel werden über die Leber in die Gallenwege ausgestoßen und kommen in den Darm.
  • Wird bei einer Computertomographie Gebrauch von Röntgenstrahlen gemacht?
    • Die Computertomographie wird mit Röntgenstrahlen ausgeführt. Anders als bei der Durchführung von klassisch zweidimensionalen Röntgenbildern drehen sich Röntgenröhre und Detektor (Aufnahmemedium) um den Patienten. Durch Aufnahmen aus unterschiedlichen Perspektiven können dreidimensionale Röntgenbilder entstehen, also Querschnittsbilder des Körpers des Patienten. Dennoch muss man beachten, dass, obwohl es bessere diagnostische Fähigkeiten gibt, die Strahlenbelastung zum Teil wesentlich höher ist als bei klassischen Röntgenaufnahmen. Doch durch Niedrigdosiertechniken kann man die Strahlendosis reduzieren.

 

  • Wie stark wäre die Strahlenbelastung?
    • Gewohnheitsgemäß ist die Strahlenbelastung im Vergleich zu einem entsprechenden Röntgenbild höher, jedoch niedriger als bei den wesentlichsten Durchleuchtungsuntersuchungen. Das Ziel ist es, nach Möglichkeit eine minimale Strahlenbelastung bei möglichst schneller Untersuchung und sehr hoher Auflösung zu erreichen. Es ist möglich, die Dosisleistung an den Umfang des zu behandelnden Körperteils mit Hilfe von speziellen Geräten, die eine Software besitzen, welche die Strahlendosis reduzieren kann, abzustimmen. Die Schnelligkeit und Verminderung der Strahlendosis beeinträchtigt die Bildqualität dennoch nicht. Weitere bedeutsame Aspekte für die Strahlenbelastung ist zum Einen die Empfindlichkeit der CT-Detektoren und zum Anderen der Durchmesser der Region, die untersucht werden soll.

 

  • Was versteht man unter einer Niedrigdosis-Computertomographie?
    • Unter der Niedrigdosis-Computertomographie versteht man eine Technik für Untersuchungen, bei der eine stark reduzierte Strahlenbelastung verwendet wird. Deshalb sind die Aufnahmen nicht so hochwertig und sind nicht ganz deutlich. Allerdings stellt das kein schwerwiegendes Problem dar, da solche Untersuchungen bei Patienten angewendet werden, bei denen man davon ausgehen kann, dass sie keinen genauen Verdacht auf bösartige Bildungen haben. Die Niedrigdosis-CT wird hauptsächlich als Screening eingesetzt, um z.B. Lungenkrebs bei langjährigen Rauchern festzustellen. Zudem kann die Niedrigdosis-CT zu einer Entwicklungsüberprüfung eines bekannten Befundes verwendet werden. Die Strahlendosis ist auf bis zu zehn Prozent reduzierbar.

 

  • Wo findet die CT Untersuchung statt? Kann man auch mit Platzangst diese Untersuchung durchführen?
    • Ja, auch mit Platzangst ist die Computertomographie normalerweise problemlos durchzuführen. Der Patient wird lediglich durch die Abtasteinheit, eine 70 cm dicke Scheibe mit einer Öffnung in der Mitte hindurch geschoben. Wenn es trotz dessen zu Platzangst kommen sollte, kann dem Patienten ein Beruhigungsmittel verabreicht werden. Trotz guter Wirkung des Medikamentes ist die Fahrtüchtigkeit des Patienten beeinträchtigt, sodass er selbst nicht mehr fahren sollte.

 

  • Ist die Untersuchung sehr zeitaufwendig?
    • Der Zeitaufwand ist abhängig von den Untersuchungen, die vorgenommen werden sollen.  Man unterscheidet einmal zwischen dem CT des Bauchraumes und alle anderen CT-Untersuchungen.
    • Wenn der Bauchraum untersucht werden soll, sind 1,5 bis 2 Stunden einzuplanen, da das verabreichte Kontrastmittel zunächst den gesamten Darmtrakt anfärben muss. Bis das erledigt ist, dauert es ungefähr eine Stunde.
    • Alle anderen Computertomographien dauern 30 bis 60 Minuten, denn die CT-Schichten werden an einem modernen Spiral-CT binnen Sekunden errichtet.

 

  • Unter welchen Umständen darf man eine CT nicht mehr durchführen?
    • Auf Grund der Strahlenbelastung ist eine CT in der Schwangerschaft untersagt.
    • Das jodhaltige Kontrastmittel darf nicht verabreicht werden bei den meisten Formen der Schilddrüsenüberfunktion, bei schweren Herz-Kreislauferkrankungen, Nierenfunktionsstörungen, Jodallergien, Kontrastmittelunverträglichkeiten in der Vergangenheit und bei der Knochenmarkserkrankung Plasmozytom.

 

  • Ist es erforderlich, die CT in den Röntgenpass einzutragen?
    • Da bei der Computertomographie genau wie bei  verschiedenen Methoden mit Röntgenstrahlen hantiert wird, ist die CT in den Röntgenpass einzutragen.