• Radiologie Münsterland

Häufige Fragen zur Kernspintomographie

  • Werden bei einer Magnet-ResonanzTomographie (MRT)/ Ultraschalluntersuchung radioaktive Strahlen eingesetzt?
    • Nein, die Behandlung läuft ohne jegliche Strahlen ab. Bei einer MRT- Untersuchung liegt der Patient in einem intensiven Magnetfeld und seine Wasserstoffatome werden in eine Richtung geleitet. Durch exakt berechnete elektromagnetische Reize ist es möglich, dass sich einzelne kleine Bestandteile des Fassungsvermögens des menschlichen Körpers zeitweise in eine andere Richtung leiten lassen. Falls man diese Anregung abschaltet, gehen diese Bestandteile wieder in ihre alte Anordnung zurück. Abhängig von der Beschaffenheit des untersuchten Gewebes ist die Geschwindigkeit für diesen Vorgang. Nun können Aufnahmen berechnet werde, die einerseits den Aufbau und andererseits die Verfassung des Gewebes darstellen.
    • Eine Ultraschalluntersuchung wird komplett ohne radioaktive Strahlen durchgeführt. Bei der Ultraschalluntersuchung wird ein sogenannter Schallkopf genutzt, der hochfrequente Wellen herstellen kann. Je nachdem wie das Gewebe aufgebaut ist, werden diese Wellen unterschiedlich reflektiert, nachdem sie in den Körper geleitet wurden. Zusätzlich ist im Schallkopf ein Empfänger eingebaut, der die Schallwellen, welche reflektiert sind, aufnimmt. Ein typisches Ultraschallbild kann mit der Veränderung des eingebauten Signals ermittelt werden. Die elektromagnetischen Wellen sind weder gesundheitsschädigend, noch können sie vom Körper erkannt werden.

 

  • Ist bei einer MRT-Untersuchung ähnlich wie bei der Computertomographie und dem Röntgen eine Strahlenbelastung vorhanden?
    • Bei der Kernspintomographie wird ohne Strahlung gearbeitet. Es kann sein, dass das Gewebe leicht erwärmt wird, jedoch ist dies für den Patienten unschädlich und bleibt unbemerkt. Magnetische Anregungsformen haben teilweise Muskelzucken zur Folge. Auf Grund des starken Lärms während einer Untersuchung werden Gehörschutzkapseln oder Ohrstöpsel benutzt, um die Untersuchung für den Patienten angenehmer zu machen.

 

  • Wann ist mir die Durchführung der Kernspintomographie untersagt?
    • Herzschrittmacher und Implantate
      Bei Herzschrittmachern und „bioelektrischen“ Implantaten (z.B. Insulinpumpen) besteht die Gefahr, diese bei einer Untersuchung zu zerstören. Deshalb sollte keine Kernspintomographie durchgeführt werden.
    • Metallsplitter und bioelektrische Implantate
      Es ist äußerst wichtig, Ihrem Arzt zu sagen, ob Sie metallartige Teile in Ihrem Körper haben. Denn eine Untersuchung mit Metallsplittern im Augen- oder Hirngewebereich ist sehr gefährlich.
      Durch modernere Techniken ist es jedoch möglich, Kernspin- und Computertomographien problemlos durchzuführen. Denn heutzutage sind sowohl Gefäßclips als auch Implantate wie z.B. Gelenk-Prothesen oder Schrauben nicht magnetisierbar, sondern bestehen aus Titan oder anderen Metallen. Desweiteren treten bei einer Computertomographie keine Erschwernisse mit Metallsplittern oder Metallteilen im Körper.
    • Tattoo und Permanent Make-up
      Bei einer Magnet-Resonanz-Tomographie kann es dazu kommen, dass sich Tätowierungen mit eisenhaltigen Farben abwandeln können. Zudem ist es möglich, dass unangenehme Erhitzungen auftreten können. Auch bei einem Permanent Make-up mit eisenhaltigen Farbpigmenten kann dies der Fall sein. Bei einer Computertomographie gibt es jedoch keine Erschwernisse mit Tattoos und Permanent Make-up.

 

  • Ist es möglich trotz metallischen Zahnfüllungen oder künstlichen Hüftgelenken eine Kernspintomographie durchzuführen?
    • Ja, trotz metallischen Zahnfüllungen oder künstlichen Hüftgelenken ist es möglich, eine Kernspintomographie durchzuführen, denn diese Metalllegierungen haben normalerweise nur in ihrer direkten Umgebung Bildstörungen zur Folge. Der Patient ist bei einer solchen Untersuchung keinerlei Gefahren ausgesetzt. Die Implantation sollte jedoch zumindest einige Wochen her sein.

 

  • Muss man Brillen und Piercings vor der Kernspintomographie entfernen?
    • Brillen und Piercings müssen nicht unbedingt entfernt werden. In der Regel enthalten Brillengestelle keine magnetisierbaren Metalle, sodass  diese vom MRT nicht angezogen werden können. Piercings müssen nur dann entnommen werden, wenn der Schmuck magnetisierbar sein könnte oder diese im Untersuchungsfeld liegen.

 

  • Ist es möglich die Untersuchung trotz Platzangst durchzuführen?
    • Falls ein Patient mit Platzangst zu kämpfen hat, gibt es die Möglichkeit ein Beruhigungsmittel zu verabreichen. Jedoch ist der Patient nach der Untersuchung nicht mehr in der Lage ,selbst Auto zu fahren, da die Aufmerksamkeit eingeschränkt ist. Wenn die Angst jedoch nicht ganz so enorm ist, ist es nicht unbedingt nötig, ein Mittel zu verabreichen. Meistens reicht es, wenn sich der Patient in Ruhe das Gerät anschaut und die Untersuchung mit dem behandelnden Arzt durchspricht. Die MRT-Geräte sind häufig großräumig gebaut und somit patientenfreundlich.
      Auch während einer Untersuchung hat der Patient mit der Notklingel jederzeit die Möglichkeit, Kontakt zu dem Arzt oder dem Personal aufzunehmen, falls er während der Untersuchung Angstzustände bekommen sollte.

 

  • Gibt es Risiken und Gefahren bei einer MRT-Untersuchung während der Schwangerschaft?
    • Nein, heutzutage gelten MRT-Untersuchungen in der Schwangerschaft als harmlos. Häufig nutzt man eine MRT zur Beurteilung des Embryos in der Gebärmutter. Falls die werdende Mutter unter gravierenden Erkrankungen leidet, wie z.B. unter starken unmittelbaren Kopfschmerzen und ein bildgebendes Gutachten durchgeführt werden muss, sollte man anstatt einer Röntgenaufnahme eine MRT-Untersuchung machen. Wie alle anderen Patienten auch, bekommt die Mutter einen Hörschutz, um die Untersuchung weniger unangenehm zu machen. Jedoch sollte eine MRT-Untersuchung in der Schwangerschaft genau abgewogen werden.
      Bei Frauen, die einen Intrauterinpessar („Spirale“) tragen, kann nach der Untersuchung möglicherweise der Empfängnisschutz beeinträchtigt sein. Daher wird nach erfolgter MRT-Untersuchung eine gynäkologische Kontrolle vor dem nächsten Sexualkontakt empfohlen.
  • Ist es in Ordnung auch Kinder im Kernspin zu untersuchen?

In der Regel gibt es keine Probleme Kinder mit einer Kernspintomographie zu untersuchen. Wenn die Eltern keine Angst vor einer Untersuchung zeigen, weisen die Kinder dementsprechend auch keine Ängste vor. Kinder ab drei Jahren sind häufig neugierig und machen bei der Untersuchung mit Spannung mit. Säuglinge können mit einer Kurznarkose untersucht werden, da sie sonst nicht still liegen bleiben können.

  • Wie stark ist der Lautstärkepegel im MRT?
    • Der Lärm während einer MRT-Untersuchung lässt sich mit dem einer Bohrmaschine vergleichen. Dieser bleibt jedoch konstant. Falls Sie im Laufe der Untersuchungen Probleme haben sollten, können Sie das Personal oder den Arzt mit Hilfe einer Sprechanlage oder einer Notklingel kontaktieren. Wenn jedoch Ängste oder Erschwernisse vorhanden sein sollten, haben Sie die Möglichkeit ein Beruhigungsmittel einzunehmen.
  • Ist der Elektrosmog vorhanden?
    • Die Grundlage für den sogenannten Elektrosmog bei der Kernspintomographie stellt das starke Wechselmagnetfeld dar, welches durch die Untersuchungsvoraussetzungen auftritt. Jedoch sind technische Differenzen, wie z.B. eine deutlich höhere Wechselfrequenz vorhanden. Es ist nicht üblich, dass das Magnetfeld bei der Kernspintomographie regelmäßig einwirkt. Eine gesundheitsschädliche Wirkung ist nicht bekannt.